Umbrüche, oder: Abwarten und Tee trinken.

Manchmal wundere ich mich darüber, dass ich nicht schreiben kann. Ich hätte die Zeit, die Dringlichkeit ist auch da, ich würde etwas mitteilen wollen – aber es geht nicht. Was hindert mich?

Natürlich sind es je nach Phase andere Gründe. Manchmal bin ich zu feige – ich traue mich nicht, den Dingen ins Auge zu sehen. Manchmal bin ich zu bequem, den Kampf mit den Worten so lange aufzunehmen, bis wirklich das dasteht, was ich sagen will. Manchmal hat es aber auch damit zu tun, dass eine neue Richtung in mir aufdämmert, ein neuer Klang, ein neuer Ton. Es lässt sich dann nicht weitermachen wie bisher. Ich muss erst in mich hineinhören, ich muss das wahrnehmen. Manchmal muss ich warten, bis dieser Prozess abgeschlossen ist, der seine Zeit braucht. Während die eine Art zu schreiben abklingt und die andere kommt, in diesem Dazwischen, da kämen, zur Welt gezwungen, nur seltsame Hybdridwesen heraus.

Manchmal muss man schon abwarten, bis eine Kritik sich gesetzt hat und bis auch dieses seltsame Wesen im Unbewussten die letzten Reste davon verdaut hat. Bis auch dieses seltsame Wesen seine Konsequenzen daraus gezogen hat und bis es sich, manchmal schmerzlich und mühevoll, in eine andere Richtung dreht. Dann aber – dann geht wieder alles fast von allein.

 

4 Kommentare

  1. Hallo,

    einen schöne Seite und interessanten Beitrag hast du hier. Ich sammel interessante Seiten und Themen, bei denen man „Abwarten und Tee trinken“ kann 😉

    Ich habe daher Deinen Blog mit unsere Blog-Kategorie „Wer so abwartet und Tee trinkt im Netz :-)“ aufgenommen.

    Viele Grüße

    René

    http://www.rooibos24.de

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