Das Debüt: “Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens” von Juliana Kálnay

Bild zum Roman "Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens" von Juliana Kálnay. Bloggerpreis "Das Debüt 2017". Ein Mietshaus aus den späten 50er Jahren, von unten gesehen, der Himmel darüber ein weißes Dreieck.

Ein stimmungsvolles Buch mit Hang zum magischen Realismus ist “Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens” von Juliana Kálnay. Was verbindet die Menschen in einem Mietshaus? Ist so ein Haus selbst ein bisschen lebendig? Und was ist mit den Rissen in den Wänden?

Aus der Sicht unterschiedlicher Bewohner wird von einer gewissen Zeit in dem Haus erzählt, von Figuren, die da waren und auf rätselhafte Weise wieder verschwanden, und auch von solchen, die das ganze Geschehen im Haus über Jahrzehnte bezeugen können.

Zu Beginn hatte ich meine Mühe damit, dass mit jedem Kapitel erst mal eine neue Erzählerstimme eingeführt wird, und war etwas orientierungslos. Aber die Fäden sortieren sich, man erkennt die Stimmen wieder und → weiterlesen